Wir sind Anstifter!
 

Feedback geben und nehmen bei den Anstiftern

Johann saß einmal in Führungskräfteseminaren – als Teilnehmer. Lernte wie man richtig Feedback nehmen und geben soll. Heute ist er selbst Trainer und lebt Feedbackkultur.  Auf seinem Weg dorthin begleitete er Kurse und Trainings seiner Kollegen und gab Feedback zur Umsetzung. Auch die Teilnehmer und das Unternehmen profitierten durch seine Rückmeldung.

Johann ist erst seit 2017 bei den Anstiftern. Und doch kein Neuling in der Textilbranche. 23 Jahre arbeitete er bei einem großen Unternehmen, zuletzt auch in der Geschäftsführung. In diesen Jahren nahm der heute 42-Jährige auch an einem Führungskräfteausbildung teil – und lernte Frank kennen, der schnell durch Feedback und Austausch Johanns Potential erkannte. Und der erkannte gleichzeitig, wie viel Spaß ihm eine fundiertes Feedback und das eigene Entwicklung  brachte.

Ausbildung heißt Feedback nehmen

Nach über zwei Jahrzehnten war Johann auf der Suche nach einer neuen Herausforderung – nach einer Zwischenstation kreuzten sich die Wege der beiden wieder und Johann kam auf Frank zurück.

„Denn mir war nun klar: Ich will Trainer werden und Teilnehmern mit meinem Feedback Unterstützung geben! Menschen zu entwickeln und nach vorne zu bringen – das hat mich schon immer begeistert!“ Und so begann ein neues Abenteuer für Johann – ein Quereinsteiger, der eigentlich keiner ist. Schließlich war er lange selbst in der Textilbranche tätig, kennt die Branche wie seine Westentasche und: Weiß, was es heißt, Mitarbeiter zu führen und Feedback zu nehmen und zu geben.

Und obwohl Johann nun selbst als Trainer unterwegs ist, bleibt ihm etwas erhalten. Das, so wie er es nennt ,„Teilnehmerherz“:

„Ich sitze da, beobachte, höre zu und finde die Inhalte einfach geil! Ich kann die alle bejahen. Aber: Nur weil ich sie bejahe, kann ich sie noch nicht selbst machen. Wenn man vorne steht, muss man es auch wissen – nicht nur bejahen. Deswegen hilft es mir wahnsinnig, die Seniortrainer zu begleiten, auf die Didaktik und die Technik zu gucken, darauf, wie man Inhalte leicht vermittelt. und selber Feedback zu geben und darüber zu wachsen und zu lernen. Feedback geben und nehmen machen unsere Trainer einfach wahnsinnig gut!“

Alex spricht zu den Teilenehmern

Der doppelte Anstifter als Spiegel

Und so kommt es, dass bei manchen Trainings, bei denen eigentlich ein Trainer eingesetzt wird, zwei Anstifter erscheinen.  Dann begleitet Johann zum Beispiel Alex, Anke oder Frank bei der Deutschen Bahn, beobachtet, hört zu und  lernt.  Und das ist nicht nur bei “frischen” Trainern der Fall, immer wieder trainieren die Anstifter mit mehreren Trainern um sich gegenseitig Feedback zu geben und auch zu bekommen. So ist der doppelte Anstifter immer auch wieder ein Spiegel der eigenen Umsetzung und zeigt Stärken auf und blinde Flecken.

„Wir alle haben ja unterschiedliche Lebens- und Berufserfahrungen. Wenn mehrere Trainer vor Ort sind, profitieren die Teilnehmer auch davon. Ich zum Beispiel habe lange als Führungskraft gearbeitet, kann meine Erfahrungen mit Feedback aus dieser Zeit teilen. Bei mehreren Trainern können außerdem bei Gruppenaufgaben, spielerischen Projekten o.ä. kleinere Teams gebildet werden, die Trainer können sich gegenseitig Aufgaben abnehmen und den Teilnehmer so Feedback zu Umsetzung geben: So kann einer z.B. Fragen beantworten, während der andere bereits eine Übung vorbereitet. Ein Trainer reicht normalerweise zwar – aber zwei sind auf jeden Fall kein Nachteil für die Gruppe.“

Johann übernimmt dann auch immer wieder selbst ein Modul am Trainingstag, nachdem er ausführlich von einem Seniortrainer gelernt hat – die geben ihm dann danach auch direkt Feedback über Inhalt, Länge und Präsentation.

„Das hat mir unglaublich viel gebracht, nicht nur einen starken Partner an der Seite zu haben, der mir auch direkt Fragen beantworten kann und mir direkte Rückmeldung zu meiner eigenen Leistung gibt. Ich habe allein durchs Beobachten irre viel mitgenommen und gelernt. Durch die Begleitungen und das regelmäßige Feedback habe ich außerdem deutlich an Sicherheit gewonnen, habe alle Trainings live erlebt, alles nochmal intensiv zu Hause nachbearbeitet. Das ist eine sehr praxisnahe Ausbildung. Und jetzt bin ich absolut bereit dazu, selbst Trainings zu geben. Dank der Hilfe meiner Seniorkollegen.

Wachstum und Entwicklung als Ergebnis

Dass sie sich als Kollegen immer wieder begleiten, sei den Anstiftern auch im Sinne der eigenen Weiterentwicklung sehr wichtig, meint Geschäftsführer Alex Schwarz: “Wir haben da einen hohen Anspruch an uns selbst: Neugierig bleiben, blinde Flecken sichtbar machen, weiterlernen.  Daher ist es uns sehr wichtig, uns gegenseitig in “freier Wildbahn” zu erleben und offenes Feedback zu geben. Egal ob jemand 40 oder vier Jahre Trainer ist: Jeder kann etwas dazulernen. Und jeder fordert auch sein Feedback ein.”

Für Johann geht es nun mit den Einzeltrainings los – und es besteht kein Zweifel daran, dass er das ausgezeichnet machen wird. Er weiß, wovon er spricht. Und er hat das, was einen guten Trainer mit ausmacht: Das Teilnehmerherz. Die Begeisterung für die Trainingsthemen und die Offenheit das Feedback der Teilnehmer zu hören und damit zu arbeiten. Und die Werkzeuge und das Können, diese auch den Teilnehmern zu vermitteln.

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