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Auf Augenhöhe

Vorzeitige Entlassung wegen guter Führung – im Gefängniskontext sicherlich richtig, im Unternehmen ist wohl eher das Gegenteil der Fall. Bin ich im Unternehmenskontext eine gute Führungskraft oder habe ich eine gute Führungskraft, wirkt sich das positiv auf meinen Erfolg und die Entwicklung im Unternehmen aus. Eine Führungskraft hat Einfluss auf die Ergebnisse der eigenen Abteilung, wie hoch die Krankentage sind und auch wie die Fluktuation der Mitarbeitenden ist. Aber was genau ist denn eine gute Führungskraft?

Kurzer Abriss der Geschichte der Führung in Unternehmen

Erst seit der Industrialisierung gibt es in Unternehmen Führungskräfte und die hierarchische Einteilung in Arbeitende und Leitende, in der Form, wie wir sie kennen. Die Arbeitswelt davor war vor allem von Manufakturen und Kleinbetrieben geprägt, die mit ihrem Meister*innen und Gesell*innen Strukturen weniger komplex waren und vor allem auf die Weitergabe von Wissen und Kompetenzen ausrichtet waren. Führung von vielen Menschen fand in dieser Zeit vor allem im kirchlichen und im militärischen Kontext statt. Insbesondere das Militär diente als „Blaupause“ für entstehende Führungskultur in Unternehmen.

In dieser Zeit galten Menschen als gute Führungskräfte, wenn sie rationale, durchdachte Entscheidungen trafen, ohne sich von Emotionen leiten zu lassen. Eigenschaften, die auch heute häufig noch guten Führungskräften zugeschrieben werden, doch die Anforderung an Führungskräfte befindet sich im Wandel und erfordert heute eine andere Art der Führung.

Anke Wäbs am Flichart, Wertschätzung

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Auf die „Frage was ist Führung?“ findet Johann im Anstifter Podcast eine interessante Antwort: „Führung ist die Schnittstelle zwischen Auftrag und Ergebnis“ (Johann Nachtigall). Wenn wir nun schauen, welche Faktoren ebenfalls zwischen Auftrag und Ergebnis liegen, dann sind das die Mitarbeitenden, die für gute Ergebnisse sorgen können oder eben auch für weniger gute. Die Aufgabe einer Führungskraft ist demnach dafür zu sorgen, dass die Mitarbeitenden ein gutes Ergebnis erzielen können. Das schließt unteranderem das Gestalten guter Arbeitsbedingungen genauso ein, wie die Entwicklung der Fähigkeiten von Mitarbeitenden.

Die beiden Aspekte und was dahinter steckt

Unter Arbeitsbedingungen verstehe ich hier zum Einen das Bereitstellen von benötigten Arbeitsmaterialien und zum Anderen das Schaffen einer günstigen Arbeitsatmosphäre, die die Menschen unterstützt das Beste aus sich rauszuholen ohne völlige Überbelastung. Es geht weg von „Höher, schneller, weiter“, hin zum Respekt der persönlichen Grenzen der Menschen, geprägt vom Wissen, dass Menschen in einer unterstützenden Atmosphäre mehr leisten als unter Druck. Die Einführung der 4 Tage Woche in Belgien ist ein Beispiel, das auf diese Grundgedanken einzahlt.

Die Entwicklung von Mitarbeitenden beginnt beim Recruiting und zwar beim guten Gespür, wer von den Qualifikationen zur Aufgabe und von der Persönlichkeit ins Team passt. Eine Führungskraft sollte im Blick haben, was es braucht, um neue Mitarbeitende gut zu integrieren und möglichst inhaltlich schnell fit zu machen.

Es ist wichtig zu wissen, wer welche Talente hat, um diese zielgerichtet einzusetzen und im Sinne von Mensch und Ergebnis nutzbar zu machen. Dabei geht es nicht um jede*r macht nur noch was er/sie möchte, sondern um das Berücksichtigen von vorhandenen Ressourcen bei den Menschen. Das Knowhow sollte ebenfalls Fokus der Führungsaufgabe sein. Wo gibt es noch Potenziale, wo sind die nächsten Wachstumspunkte im Team und wie kann jede*r einzelne sich weiterentwickeln. Regelmäßiges Feedback ist einer der Schlüssel zur kontinuierlichen Entwicklung der Mitarbeitenden. Es geht um Augenhöhe zu den Menschen und das ist keine Floskel, sondern viel eher eine Haltung, dass Menschen unabhängig von der Hierarchieebene wertvoll sind. Schon bei dieser unvollständigen Aufzählung von Anforderungen an eine Führungskraft von heute, wird deutlich, dass sich ein Wandel vollzieht. Es geht nicht mehr um rational oder emotionslos, es geht um gutes Beziehungsmanagement mit dem Blick auf das Ergebnis. Beziehungen erstehen und bestehen durch Kommunikation und so lässt sich heute sagen – Führung ist Kommunikation.

Kommunikation als Führungskraft

Das ist einer der Gründe weshalb in unserer offenen Führungskräfte Ausbildung so viele gute Kommunikationstool gelernt und geübt werden. In dieser Ausbildung geht es um die Gestaltung von Beziehungsmanagement im beruflichen Alltag. Ein weiter Punkt, die unsere Ausbildung abdeckt, der für eine gute Führungskraft heute wichtig ist, ist die Selbstreflexion. Ich muss mich selbst gut kennen, um mich gut führen zu können und um die Auswirkungen meiner eigenen Führung zu überblicken.

Fragen zur Selbstreflexion
  • Was sagen meine Mitarbeitenden über mich als Führungskraft?
  • Was kann ich gut als Führungskraft?
  • Weshalb bin ich Führungskraft geworden?
  • Was soll die Auswirkung meiner Führung sein?

Die Anforderungen an Führungskräfte haben sich verändert und verändern sich auch weiterhin. Gerade wenn wir die Digitalisierung oder die Agilisierung der Arbeitswelt im Blick haben, ist klar , dass sich auch in den nächsten Jahren noch einiges verändern wird. Was bleiben wird in der Führung, ist der Schwerpunkt Kommunikation, denn keine technische Errungenschaft und keine Künstliche Intelligenz können die Führungskraft als Beziehungsmanager*in ersetzen.

Du möchtest mehr über unsere Angebote rund um Führung erfahren? Schreib uns gern, wir freuen uns auf deine Nachricht!

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