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Die verrückten Vögel – Eva Hoffmann, Evas Haarstudio

In unserer neuen Reihe „Verrückte Vögel“ wollen wir regelmäßig Unternehmer vorstellen, die Dinge etwas anders angehen, sich stets neu erfinden, nicht nur den einen Weg gehen, sondern auch mal die Richtung wechseln, wenn es nötig ist. Heute ist dieser verrückte Vogel Eva Hoffmann. Die Unternehmerin führt ihren Friseursalon „Evas Haarstudio“ im oberbayerischen Manching mit elf Mitarbeitern – und immer neuen Ideen ihr Unternehmen und ihr Team weiterzuentwickeln.

Was sind für dich die wichtigsten Prinzipien bei der Mitarbeiterführung? 

Mein wichtigstes Prinzip ist es, ein Team zu haben und stetig daran zu arbeiten. Zum einen, ein Bewusstein schaffen, in dem klar ist: Wir sind nur so gut wie das schwächste Glied in der Kette. Und zum anderen: Zu wissen, dass die Stimmung in unserem Haarstudio wichtiger ist als jedes Wissen und der Umsatz. Außerdem ist es essentiell, jedem Mitarbeiter eigene Führungsaufgaben und ein Mitgestaltungsrecht zuzuteilen.

Du gehst auch selbst auf Konferenzen, Weiterbildungen etc. Warum ist dir das als so erfahrene Meisterin trotzdem wichtig?

Weiterbildung ist ein wichtiger Faktor, um sich auszutauschen und den Horizont zu erweitern: Um zum einem in unserem Handwerk immer die Nase vorne zu haben und unsere Kunden immer mit den Branchennews zu füttern. Auch Führungsarbeit braucht immer wieder neue Impulse. Meine Mitarbeiter wollen auch geführt werden, denn mein Unternehmen ist nur so gut wie meine Mitarbeiter, da diese den Kern bilden. 🙂 So läßt sich stetiges Wachstum meines Unternehmens nicht aufhalten.

Was ist heutzutage die größte Herausforderung, ein Unternehmen wie deines zu führen?

Im Handwerk ist gerade die größte Herausforderung gutes Personal zu haben und es auch zu halten. Eine weitere  Herausforderungen ist die Bürokratie die uns auferlegt wird. Da denke ich gerade an Kassennachschau, DSGVO, u. Psychologische Gefährdungsbeurteilung usw.

Du tust Dich immer wieder mit anderen Unternehmen zusammen, um für den Kunden neue Erlebnisse zu schaffen: Zum Beispiel ein Abend mit einem Optiker, an dem Kunden in gemütlicher Atmosphäre Brillen anprobieren können. Wie wichtig sind solche Erlebnisse für dein Unternehmen?

Kooperationspartner sind für uns und unsere Kunden eine Bereicherung. Ohne großen Aufwand kommen wir so immer wieder an neue Kunden und gewinnen immer wieder neue Einblick in Unternehmen und deren Ideen. Auch werden wir von außen besser wahrgenommen, unser Bekanntheitsgrad steigt und es hilft uns, uns zu einer Marke zu entwickeln. Wir können durch Kooperationsevents auch unsere jungen Mitarbeiter gut einführen und ihr Selbstbewußtsein und ihre Persönlichkeit stärken.

Wie wichtig ist es für Unternehmen, neue Wege zu gehen, neue Ideen zu spinnen,  nicht stehen zu bleiben?

„Neue Wege statt Routine“ ist einer meiner Leitsprüche für mein Unternehmen. Der Erfolg zeigt was es bringt 🙂 Spinnen tue ich sowieso, „ohne spinnen“ würde es kein Wachstum geben…und es macht Spaß zu spinnen! Mach ich übrigens jedes Jahr bei unserer Jahresplanung mit dem Team – und die spinnen noch mehr als der Chef.

Vielen Dank für das Interview, liebe Eva!

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