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Drei Dinge braucht der Change

Die Einstellung macht’s – aber halt nicht nur…

„Du hast Stress? Dann musst Du an Deiner Einstellung arbeiten!“ – „Die Veränderung macht Dir Angst? Wohl nicht resilient.“ – „Du beschwerst Dich, weil Du bei -20 Grad auf dem Bau ohne Handschuhe arbeiten sollst? Dein Mindset passt nicht.“ Die eigene Haltung & Einstellung sind zweifelsohne die Werkzeuge, die mir zur Verfügung stehen um Veränderungen, Ansprüche an mich und Herausforderungen zu meistern. Allerdings alle Hürden und Aufgaben rein mit der positiven Grundeinstellung zu bewältigen, ist auch utopisch.

Gehören zu einem funktionierenden Change neben Offenheit, Bereitschaft, Vertrauen und Wille eben auch konstruktive Kritik, Lösungen zu fordern und erfragen, offen über Ängste zu sprechen und evtl. Stolpersteine direkt zu benennen. Eine Veränderung – besonders eine im eigenen Unternehmen – betrifft und (ver)formt das gesamte System und nicht einzelne Bausteine oder Mitarbeiter*innen.

Drei Dinge braucht der Change 🙂 

  1. Die Grundkondition aller Beteiligten muss stimmen
  2. Detaillierter Ablaufplan & ausführliche Informationspolitik
  3. Haltung & Einstellung
Prozess

1. Die Grundkondition aller Beteiligten muss stimmen

Bevor Veränderungen angestrebt werden, sollte die vorherrschende Arbeitsplatzsituation gecheckt sein. Stimmt aktuell schon die Balance aus Belastung und Rekonvaleszenz nicht, wird der Change-Prozess mit Ansage zu zehrend & anstrengend. Für das persönliche Wohlbefinden und die bestmögliche Leistungsfähigkeit gilt es drei Komponenten in Einklang zu bringen. Im folgenden Schaubild sind diese Komponenten eher als Belastung – also nicht ausbalanciert – aufgeführt. Aktives Gesundheitsmanagement, wirkt sich dementsprechend bereits im Vorfeld positiv auf zukünftige Changeprozesse aus.

Was gilt es beispielhaft zu berücksichtigen?

Äußere Bedingungen

Bieten eines ergonomischen Arbeitsplatzes; Feste Pausen- & Essenszeiten; Rücksprache bei dauerhafter Überforderung; regelmäßige Gesprächsrunden; betriebliches Ideenmanagement…

Mögliche Reaktionen

Sport; Spaziergänge; Meditation; Interessenskreise; Gesunde Ernährung; Erholungsphasen einhalten & -fordern…

Persönliche Bewertung

Glaubenssätze erkennen und bearbeiten; Eigenprogrammierung; Positivdialektik; Erfolgstagebuch; Durch Weiterbildung zum Perspektivenwechsel…

2. Detaillierter Ablaufplan & ausführliche Informationspolitik

Regelmäßig wird der Gesprächsbedarf bei gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und persönlichen Krisen deutlich unterschätzt. Häufig tritt die Krise sogar erst durch fehlende oder unzureichende Information ein. Gerade aktuell in Perfektion beobachtbar. Krankhafte Verschwörungstheorien entstehen durch mangelnde Aufklärung.

Das Wissen um eine Veränderung ist nicht immer schön, aber es gibt Sicherheit und die Möglichkeit aktiv eine Einschätzung vorzunehmen. Außerdem macht das ‘teilhaben lassen’ aus Mitarbeitern Mitverantwortliche – und die sind in einem Change-Prozess gold wert.

Emotionen, Change Prozess

Gerade in den ersten Phasen des Prozesses um die angestrebten Veränderungen, sind eine persönliche Betreuung, eindeutige Informationen zu den Zielen, der Vorgehensweisen und der Sinnhaftigkeit der Gesamtveränderung unumgänglich. Finden keine Gespräche in den Phasen ‘Schock bis Depression’ statt, übernehmen nicht kontrollierbare Gerüchte und somit Ängste das Ruder.

Folgende Grundsätze gelten für erfolgreiche Change-Prozesse

  • Change-Prozesse verlaufen nicht glatt
  • Unterschiede hinsichtlich der Positionierung sind normal – ein/eine Mitarbeiter*in befindet sich bereits in der `Zuversicht´, während der/die Kollege*in noch in der `Verneinung´ steckt
  • Auswirkungen von Planlosigkeit können fatal sein – eigene Unsicherheit, Wankelmut oder fehlendes Durchhaltevermögen sind die häufigsten Gründe für das Scheitern
  • Alle Beteiligten brauchen einen klaren Projektplan – wann geschieht was bis wann mit welchem Grund?
  • Zwischeninformationen mit den Teilergebnissen oder auch mit Anpassungen müssen regelmäßig fließen
Prozess

3. Haltung & Einstellung

Der wohl wichtigste Punkt – weil es der einzige ist, den ich selbst aktiv beeinflussen kann – ist die eigene Haltung und Einstellung zu Themen der Veränderung. Das ist natürlich ein lebenslanger Prozess und nicht mit einem Tag, einer Woche, einem Jahr Arbeit an und mit mir selbst getan. Der erste Schritt ist das Zulassen, sich selbst zu reflektieren und zu analysieren. Unsere 4-Felder-Tafel zum Thema ‘Von Opfern & Gestaltern’ bringt ein bisschen Struktur und auch Licht in die Sache.

Wenn ich bei mir Opfertendenzen entdecke, ist das nichts Schlimmes. Jeder von uns lebt je nach Situation und Thema wahrscheinlich alle 4 Quadranten. Die Frage ist nur, bin ich Wochenendgast oder ist der Quadrant mein zu Hause? Lebe ich dauerhaft und intensiv Opfertum, ist es selbstverständlich, dass ich mir mit Veränderungen jeglicher Art schwertue und häufig mit Problemen und gegen ‘Windmühlen’ kämpfe. Was also tun?

 Folgende Punkte unterstützen mich beim Leben und der Festigung der Gestalterrolle:

10 Punkte für ein positives Setting
01. Nicht tun, sondern reden
(hinter)fragen, wenn ich mich wundere, nicht warten, bis ich mich ärgere oder verzweifelt bin02. Beweg dich
einmal mehr in den Keller als bisher03. Ernähre dich gesund
plane bewusst Fastfood-Tage und belohne Dich04. Private Time – eine Stunde nur für Dich05. Rosen, Tulpen, Nelken
einen Satz am Morgen oder Abend ‘was war heute wirklich gut?’06. Sei einfach (mal) nicht Du selbst
einmal mehr improvisieren – aus der Komfortzone raus07. Suche die 10 richtigen Dinge08. Fang den Wurm
die ersten 10 Minuten des Tages gehören Dir09. Liebe die Buchhaltung
Ausgeglichene Bilanz zwischen ‘Negativ & Positiv’10. Was du nicht willst, dass man dir tut…
Rede, denke & handele so, wie du es dir im Umgang mit dir selbst wünschst
10 Punkte für ein positives Mindset
01. Ich bin für das, was ich wahrnehme, und meine Gedanken verantwortlich

02. Reflektieren – Relativieren – Reduzieren

03. „DOWNER“ vermeiden (Situationen; Negaholiker)

04. Stimmungswandler nutzen (wir brauchen ca. 25 Stück – Musik, Sport, spazieren gehen, backen…)

05. Ankergedanken bilden (richtig hineinfühlen)
à viele Sinne ansprechen

06. Dankbar sein & Geschenke machen

07. Ruhe gönnen – Meditation, AT, PGM, Handy aus

08. Die richtigen Fragen stellen

Was ist das positive an der Situation? – Was kann ich verbessern? – Was bin ich bereit zu tun? – Worauf kann ich verzichten? – Wie kann ich den Veränderungsprozess genießen?

09. Einmal am Tag als Sieger (gegen mich) vom Platz – Schweinehund überwinden

10. Zielgerichtet denken – wo will ich hin und NICHT wovon will ich weg?

Und das Tolle ist – wenn mal wieder nichts klappt – eines ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Jeder Changeprozess, den ich durchziehe, endet mit den Phasen der ‘Neugierde’, der ‘Zuversicht’ und des ‘Selbstvertrauens’.

Viel Spaß bei allem, was ihr vorhabt.

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WL