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Sag mal, Alex: Was macht eigentlich ein Humortrainer?

Wenn ich aufs Humortraining angesprochen werde, ist die meistgestellte Frage immer: Alex, lernen wir denn dann bei Dir, wie man lacht? Und ich sage dann: Nein. Die Arbeit als Humortrainer ist die Arbeit mit dem schönsten Abfallprodukt der Welt! Denn: Humor bedingt das Lachen, aber: Humor ist viel mehr als Lachen! Ein Humortrainer hat meines Erachtens die Aufgabe, Humor wieder viel mehr in der Gesellschaft zu etablieren und ihn als Ressource für jeden nutzbar zu machen. Denn: Humor hat jeder und braucht auch jeder. Die Frage ist nur: Komm ich auch in schwierigen Situationen im Alltag an meinen Humor dran? Es hilft einfach, aus Löchern und Talsolen. Fakt ist: Humorvolle Menschen schließen schneller Kontakte, sie kommen schneller aus Krisen heraus, weil sie einfach viel schneller in Lösungen denken und sich selbst nicht so ernst nehmen. Das wichtige ist also herauszufinden: Wie finde ich wieder den Zugang zu meinem Humor, wie funktioniert mein Humor, wo sind die Grenzen von Humor, wie kann ich Humor in Demut leben. Mich also selbst nicht zu ernst zu nehmen und dann anderen humorvoll zu begegnen? Diese Fragen stellt man sich mit einem Humortrainer, er hilft, diese Ressource wieder zu aktivieren, aber auch Grenzen aufzuzeigen.

Was bietet die Akademie in diesem Bereich an?

Oft behandeln wir in Unternehmen das Thema „Humor in der Führung“ oder helfen internen Trainern, ihre Trainings humorvoller, lockerer und leichter zu gestalten und damit das Team noch besser zu erreichen. Was Humor angeht, fließt dieser Aspekt aber bei uns generell immer in unsere Trainings mit ein – bei spielerischen Übungen, zum Beispiel durch Improtheater beim Verkaufstraining. Oder beim Flächentraining, wo wir sagen, dass einfach mehr „Rambazamba“ auf der Fläche benötigt wird – da braucht man Schlagfertigkeit, Frische, Spritzigkeit. Und das kommt aus dem Humotraining. Wir behandeln humorvolle Intervention, humorvollen Umgang mit dem Kunden – Humor ist also vor allem etwas, das in unsere tägliche Arbeit miteinfließt, in all unsere Produkte. Aber wenn gewünscht behandeln wir das aber natürlich noch intensiver in expliziten internen Trainings.

Braucht unsere Gesellschaft mehr Humor?

Ja, auf jeden Fall! Wenn Du Dir mal anschaust, welche Dinge passieren, ob in Meetings oder auf dem weltpolitischen Parkett, die so vielleicht nie passieren würden, wenn Menschen mit Humor am Tisch säßen. Denn einer davon würde dann aufstehen und sagen: „SO! Ich glaube ich komme nochmal rein, wir haben falsch angefangen!“ – um einzugreifen, klarzumachen, dass man so zu keinem Konsens kommt. Ich denke, es gäbe mit mehr Humor viel weniger Streit und auch weniger Krieg – weil Menschen sich nicht zu ernst nehmen würden. Und: Erwiesenermaßen gibt es in Unternehmen weniger Krankheitstage, wenn dort gelacht wird und ein humorvolles Arbeitsklima herrscht. So viele Dinge fahren sich außerdem in Unternehmen fest, da bräuchte es Humor als Katalisator, damit man sie lösen kann, die Verbissenheit rausgeht und eine Leichtigkeit dazukommt. Denn dann werden auch viel leichter Ziele erreicht.

Lachen hat Auswirkungen auf unseren Körper. Der schüttet beim Lachen Endorphine aus und das wirkt sich positiv auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden aus. Wir brauchen dringend mehr Humor in unserer Gesellschaft. Das große Problem, das wir haben: Wenn jemand mit Humor interagiert, wird er oft schief angeschaut. Und das muss sich ganz dringend ändern. Denn derjenige mit Humor ist nicht das Problem.

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