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Mal angenommen: Studierende hätten einen Wunsch frei

Jeder kennt es aus der Schule: Manche Lehrer machen immer noch die gleiche Art von Unterricht – und das seit 1960. Und andere wiederum variieren ihre Methoden und bringen Spaß in den Unterricht. So ist es auch in der Uni: Unterschiedlicher könnten Vorlesungen nicht aussehen. Und dabei macht der Professor ja schließlich das, was ihm Spaß macht. Oder wie er gerade lustig ist. Doch was stimmt an diesem Konzept nicht? Naja, Unterricht, Vorlesungen sind dazu da, weiterzubilden. Auszubilden. Und dabei wäre es vermutlich klug, wenn man auf diejenigen achtet, die weitergebildet werden sollten. Also die Studierenden. Doch in der Praxis sieht das meist anders aus. Doch was wäre, wenn Studierende entscheiden könnten, wie Vorlesungen stattfinden? Wie sähe eine Online-Wunschvorlesung von Studierenden aus?

4 Arten von Dozenten

Um mal zu pauschalisieren, wie oftmals Online-Vorlesungen ablaufen, muss man sich die Professoren vor Augen führen. Da gibt es ganz unterschiedliche Typen. Hier die Top 4:

Zuerst fällt einem Folgendes ein: Die Dozenten, die eine Powerpoint Präsentation mit ihrer Stimme unterlegen und diese an die Studierenden schicken. Erstmal ja alles schön und gut. Aber anstatt frei darauf loszureden, lesen sie aus einem Buch ab. Und teilweise aus Büchern, die wir Studierenden selbst lesen sollen. Da fragt man sich zurecht: Welchen weiteren Sinn hat diese wortwörtliche Vorlesung dann noch?

Es gibt dann auch die Professoren, die in keinerlei Interaktion mit Studierenden sind. 90 Minuten lauscht man lediglich der monotonen Stimme und fragt sich, wie lange fünf Minuten sein können, während man darüber nachdenkt, was man gerade alles stattdessen tun könnte. Sollte so Weiterbildung aussehen?

Wir gehen einen Schritt weiter: Wir sind mittlerweile dabei angelangt, dass mit Studierenden interagiert wird. Doch wenn dann der Moment kommt, auf den alle warten, nämlich: endlich zu diskutieren oder über seine Meinung zu sprechen, folgt eine große Enttäuschung. Denn die persönliche Meinung wird leider meist nicht gefragt. Konkret geht es eher um wissenschaftliche Meinungen oder gar eine Diskussion über verschiedene Theorien. Persönliche Meinungen, Persönlichkeit generell und aktuelles Tagesgeschehen sind meist nicht erwünscht.

Als letztes gibt es noch diejenigen, die gar keine Lust auf Online-Lernen haben und einfach sagen: Macht mal. Sie texten dich dann mit gefühlten 200 Büchern reinster wissenschaftlicher Arbeiten zu und nennen es Vorlesung. Bildungsauftrag erledigt.

Aber jetzt mal Spaß beiseite. Das sind natürlich alles Stereotypen und genauso schlimm findet man sie dann (hoffentlich) in der Realität nicht. Dennoch beschreiben diese Stereotypen ganz gut, wie sich Online-Vorlesungen momentan anfühlen. Viele Powerpoints, unheimlich viele PDF-Seiten voll mit Lektüre und kaum eine richtige Interaktion. Dabei darf natürlich nicht vergessen werden, dass ein Studium auf selbstständiges Arbeiten ausgelegt ist. Aber das schließt ja nicht aus, dass die Vorlesungen interessanter gestaltet werden könnten, oder? Und das ist wahrscheinlich der Wunsch vieler Studierender.

Online-Lernen – Das würde sich ändern

Zuerst würde man nicht nur Theoretisches lernen, sondern auch für den späteren Beruf vorbereitet werden. Natürlich geht es bei einem wissenschaftlichen Studium um Wissen. Aber gerade gewisse Kernkompetenzen wie Teamfähigkeit, gute Organisation, Zuverlässigkeit und Kritikäußerung sollten jungen Erwachsenen doch vermittelt werden! Es ist klar, dass man theoretisches Wissen benötigt, um die Praxis anzuwenden. Aber Praxis sollte auch schon in der Uni angewendet werden und nicht erst im Beruf. Beispielsweise könnte man Exkursionen machen, künftige Arbeitgeber vorstellen, kreative Aufgaben bekommen und die Studierenden einfach miteinbeziehen. Anstatt nur 90 Minuten zuzuhören, sollten Studierende Aufgaben bekommen. Gerade beim Online-Lernen ist es essentiell, den Studierenden Impulse zu geben. Anders ist eine Vorlesung nicht wirklich nützlich, weil man den Inhalt kaum aufnimmt. Und nach den 90 Minuten weiß man selbst gar nicht mehr, was man eigentlich gerade mitnehmen sollte.

Mehr Realitätsnähe

Zudem sollte Uni doch nicht wie eine abgeschottete Blase von der Realität sein! Deshalb sollte man auch über Aktuelles sprechen, diskutieren und informieren. Schließlich wird der Zusammenhang doch viel klarer, wenn man Theoretisches mit Praktischem verknüpfen kann! Es macht mehr Spaß und man erkennt auch den Sinn, den die Theorie für die Realität eigentlich hat. Und das ist doch gerade das Spannende.

Online Lernen
Online Lernen, Gruppenarbeit

Mehr Interaktion

Außerdem sollte auch Platz dafür geschaffen werden, mit anderen Studierenden zu interagieren. Gerade durch das Online-Lernen hat man keine sozialen Kontakte. Der Austausch mit anderen macht aber ein Studium aus. Lernen soll doch auch Spaß machen. Besonders kann man durchs Zusammenarbeiten gemeinsam etwas Erarbeiten. Das ist viel Schöner, als die ganze Zeit für sich alleine Hausarbeiten zu schreiben.

Professoren haben eben auch die Möglichkeit, Vorlesungen mit Interaktionen zu gestalten. So könnte es immer am Anfang ein Stimmungsbarometer geben oder eine fünfminütige aktuelle Stunde zu einem brisanten Thema. Außerdem kann man gemeinsam etwas Erarbeiten, wie zum Beispiel MindMaps oder Worksheets. Der Dialog sollte vielmehr im Vordergrund stehen und nicht, dass der Professor die ganze Zeit frontal unterrichtet. Schließlich können diese ja auch von Studierenden Neues lernen. So gestaltet sich Uni zu einem Aufeinandertreffen unterschiedlichster Menschen.

Ein Appell an die Professoren

Insgesamt sollte ja klar sein, dass Vorlesungen für Studierende gehalten werden. Es geht nicht darum, dass der Dozent zum bereits 20. Mal etwas über die Entstehungsgeschichte Europas erzählt.

Zumindest sollte es so sein. Und wenn Online-Vorlesungen für Studierende gemacht werden würden, wäre sicherlich mehr Abwechslung da, als jeden Tag eine Powerpoint zu präsentieren. Für viele ist online zu lehren Neuland, aber sich weiterhin davor zu drücken, ist nicht der richtige Ansatz. Studierende sind ja auch gewillt zu lernen. Und das sollten Professoren auch schätzen und nutzen. Das geht, indem man auf die Wünsche eingeht und nicht die Bequemlichkeit an den Tag bringt, die Folien von vor zehn Jahren auszupacken. Professoren haben einen Bildungsauftrag, und diesen sollten sie auch ernst nehmen. Dazu gehört, sich und seine Lernmethoden mit der Zeit auch weiterzuentwickeln. Und wenn das geschieht, dann werden Vorlesungen vielleicht auch wieder aufregender. Sowohl für Studierende als auch für Professoren.

Ein Beitrag von: Paula (1. Semester)

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