Wir sind Anstifter!
 

Agilität? Das gab’s doch alles schon!

Auch wir Anstifter unterstützen euch beim Thema „Agile Führung“ gern in eurem Unternehmen – und beschäftigen uns im Team ausführlich mit dem Thema. Wir haken mal bei einem Anstifter näher nach: Johann, der selbst jahrelang als Führungsperson tätig war und als Trainer agile Führung kommentiert. Und bei Jantje, die das Ganze für uns noch aus dem Blickwinkel der Beraterin betrachtet.

Was hat sich in der Begleitung von Teams verändert? Früher gabs die Phasen, die ein Team durchläuft: forming, norming, storming, performing – wie ist das jetzt?
Seit der Erstellung des Phasenmodells durch Bruce Tuckmann sind tatsächlich einige Jahre ins Land gegangen, dennoch sind die Phasen im Grundsatz geblieben. Geändert hat sich dagegen die Taktung, die Kommunikationsmöglichkeiten, die multikulturelle Zusammensetzung und die sehr unterschiedlichen Generationen.
Durch deutlich häufigeren Jobwechsel (Arbeitsmarkt- und persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten), Wohnortwechsel und projektbezogener Tätigkeit, hat die Bildung neuer Teams eine deutlich höhere Taktung bekommen. Das Bestehen gebildeter und erfolgreicher Teams ist immer häufiger nur temporär.
Was bedeutet für dich agile Führung? Welche Vor- und Nachteile hat sie und sollte sie in einem Unternehmen gelebt werden? Und wie? 


Von der wörtlichen Bedeutung zunächst zügige, flexible und bewegliche Führung. Agile Führung ist nicht absolut NEU – allerdings gerade in aller Munde. Für mich bedeutet es in erster Linie, dass starre und einheitliche Führungskonzepte wenig erfolgreich sind. Unsere individuelle Gesellschaft liebt Verwirklichung, Entwicklung und Erfüllung – hierzu passt die agile Führung einfach :-). Vorteile für Unternehmen: Individualität und Persönlichkeit entfalten Potenziale, die unter starren Rahmenbedingungen nicht möglich sind. Abwechselung, Motivation und Einsatz steigen. Nachteil: Das „Gießkanneprinzip“ funktioniert nicht mehr und es wird anspruchsvoller. Auch ist es nicht die Stärke vieler Unternehmer/Unternehmen „loslassen“ zu können.

 

Was hältst du von selbst organisierten Teams?


Der Zusammenhalt, das „WIR-Gefühl“ ist oft sehr stark und auch die gegenseitige Verantwortung nimmt zu. Zusammen-sind -WIR-stark funktioniert in guten Teams.

 

Was hat sich in der Zusammenstellung von Teams verändert/verändert sich grade, worauf muss man besonderen Fokus legen? 

Wir benötigen „bunte“ Teams – jung und erfahren, analog und digital, weiblich, männlich und diverse, multikulturell. So fordern und fördern sich Teams erfolgreich gegenseitig. Gleich und gleich gesellt sich gern, gilt für die „Komfortzone“, nicht jedoch in Richtung Entwicklung und Erfolg! Hier wünsche ich mir mehr Mut von den Unternehmen.

Mehr Mut, aber: Auch keine Hals-über-Kopf-Aktion. Gut durchdacht muss agile Führung sein, da sind sich alle Anstifter einig – ist doch in manchen Unternehmen das Thema mehr wegen eines Trends und weniger wegen eines wirklichen Ziels angepackt worden. Neu sei das Prinzip ja nicht, so merkte es schon Johann an. Und Anstifterin Jantje sagt dazu:

„Ich finde das Thema nicht leicht. Denn irgendwie hat es agile Führung in kleineren Betrieben z.B. im Mittelstand schon immer gegeben – doch nun gibt es einen Namen dafür und deshalb ist es irgendwie ein Hype.
Ich kenne Firmen, die aufgrund der Struktur, der Größenordnung und Branche seit jeher agil vom Chef geführt werden. Doch nun haben das auch große Unternehmen entdeckt und es hat einen Namen bekommen –  also wird dies als neu verkauft. Deshalb denke ich mir oft: „Wow, was ist denn wohl diese agile Führung … das muss ja was ganz Spannendes sein. Und dann sehe und höre ich etwas, was ich schon lange kenne.“
Aber:  Aus der Historie eines Unternehmens, dass klassische Führung gelebt hat und starre Hierarchien kannte, ist es natürlich neu. 
Also: Agile Führung ist so viel mehr als sich vorzunehmen, Strukturen zu lockern, „lockerer“ zu werden. Hinter agiler Führung steckt ein durchdachtes Konzept, das aus Überzeugung durchgeführt wird. Was alles dahinter steckt, zeigt unser Interview mit Elisabeth und Magdalena von der Deutschen Bahn zum Thema.

Wir verkaufen euch agile Führung nicht als etwas Neues. Aber wir wissen, was es heißt, agil zu führen. Lasst uns gern darüber sprechen!

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